Das Interview mit PPC Masters Speaker Richard Fergie

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Den Briten Richard Fergie habt ihr bereits kennengelernt. Der Brite wird im Februar auf der PPC Masters 2016 sprechen und uns an seinem Wissen über Datenanalyse im Bereich des Paid Search teilhaben lassen. Bevor es jedoch soweit ist, haben wir Richard um ein kleines Interview gebeten. Er hat sich die Zeit genommen, unsere Fragen ausführlich zu beantworten.

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So erfahren wir mehr zu seinem Vortrag und über die Wichtigkeit, den Wert eines Klicks möglichst genau zu bestimmen. Auch gewährt er uns einen kleinen Einblick in seinen Tagesablauf – und erinnert sich an seinen ersten Deutschlandbesuch und was davon hängengeblieben ist.

 

Der Titel deiner Session lautet Better bidding through ‘partial pooling’. Was macht dieses Thema für unsere Teilnehmer so interessant und relevant?

Den Wert eines Klicks richtig zu bestimmen ist äußerst wichtig um das richtige Gebot festzulegen. Der Ansatz des „partial pooling“ bringt hier viele Vorteile, worauf ich in der nächsten Frage näher eingehe. Das richtige Gebot zu haben ist nicht immer das Wichtigste für jedes Konto, aber für entwickelte Konten führt es tatsächlich zu einer besseren Performance – sofern nicht deine aktuelle Methodologie zu bieten schlecht ist, wird es zu keiner großen Verbesserung führen; doch Werte zwischen zwei und zehn Prozent sollten möglich sein.

 

Kannst du uns bereits eine kleine Sneak-Preview zu deinem Vortrag geben? Was können die Teilnehmer der PPC Masters von deinem Vortrag erwarten – und was erwartest du von ihnen?

Es gibt zwei Extreme, die Leute normalerweise nutzen, wenn sie ein Gebot einstellen. Entweder sie schauen sich nur die Daten eines Keywords an oder sie gruppieren viele Keywords und nutzen die gesamten Daten. Im ersten Fall werden Informationen zur generellen Performance ignoriert – vor allem bei einem Long-Tail-Keyword. Im zweiten Fall wird Keyword-spezifische Performance ignoriert.

Diese Extreme sind augenscheinlich beide falsch, aber es ist schwierig, sie zu kombinieren. „Partial pooling“ und hierarchische Modelle sind ein Weg, dies zu erreichen.

Mein Vortrag behandelt die Motivation hinter dieser Methodik – auch ein wenig, wie sie funktioniert und warum sie besser ist, als die naiven Alternativen. Das Publikum sollte Neugier mitbringen und sein mathematisches Verständnis anschalten!

 

Im Online Marketing sieht die tägliche Arbeit etwas anders aus als anderswo. Wie startest du in den Tag, um für die Arbeit gut vorbereitet zu sein?

Ich denke ich sollte den Tag mit einer Stunde Fitness-Studio und Avocado auf Low-Carb-Toast beginnen. #paleo #nofilter Was auch manchmal geschieht, aber meistens eher nicht.

Nein im Ernst, ich starte den Tag mit E-Mails, um zu checken ob irgendwas Dringendes reingekommen ist. Ich habe Kunden in verschiedenen Zeitzonen, deshalb wartet auf mich manchmal schon etwas in meinem Posteingang. Dann versuche ich etwas an der „Basis“ zu arbeiten – Kram, der nichts mit Kunden zu tun hat, der mir aber bei der Arbeit hilft. Momentan ist das ein wenig „custom tooling“. Wenn ich das nicht als erstes mache, verschlingt die Arbeit für den Kunden den ganzen Tag.

 

Bist du schon mal in Deutschland gewesen? Falls ja, hat es dir gefallen? Freust du dich auf Berlin?

Ich hab Berlin bei einem Schulausflug 1999 besucht – es hat mir gefallen. Meine stärkste Erinnerung ist die an eine große Wasseruhr in einem Kaufhaus – ich fand das total klasse und es inspirierte mich, meine eigene, kleinere Version 2001/02 zu bauen. Das hat geklappt, aber sie war nicht akkurat genug um nützlich zu sein.

 

Findest du, dass Online Marketing ein reizvoller Berufszweig ist, von dem du wolltest, dass deine Kinder ihn verfolgen? Oder sollte es etwas anderes sein?

Ich befürchte, dass für viele Leute Online Marketing ein oberflächliches und seichtes Gebiet ist. Als Teilnehmer ist es schwierig, nicht in dieses „Die ultimative Anleitung für X“, „Alles was du über Y wissen musst“ oder „Fünf Dinge, die Profis mit Z machen“ zu geraten. Ich würde nicht wollen, dass meine Kinder das adaptieren, da es das Potenzial des menschlichen Verstandes vergeudet.

Allerdings gibt es tiefliegende Probleme in Bezug auf Bemessung, Entscheidungstheorie und Planungsforschung im Marketing – ich denke kaum, dass diese Dinge bis zum Zeitpunkt, an dem meine ungeborenen Kinder auf dem Arbeitsmarkt sind, gelöst werden. Also falls meine Kinder sich in dieser Art Sache einbringen wollten, denke ich, dass dies ein guter Weg für jeden ist.

Andererseits wird es immer im Marketing immer Bedarf an kreativen Leuten geben, die andere Emotionen spüren lassen können – das ist nicht wirklich mein Bereich, aber ich denke, es klingt nach einer tollen Karriere für die, die es draufhaben.

 

Vielen lieben Dank an Richard für die Beantwortung unserer Fragen. Seine Session klingt nach einem kniffelig-interessanten Thema und wir freuen uns schon, selbige bei der PPC Masters von ihm hören zu werden!

 

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Fragen, Anmerkungen und Kommentare zur Konferenz oder ähnlichem bitte via E-Mail oder über unser Kontaktformular gerne an uns.

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